Es muss nicht alles in den Gartenboden

Es muss nicht alles in den Gartenboden

In einem Kleingarten findet man meist Frühblüher und Stauden, die jeweils zu einer bestimmten Jahreszeit blühen. Hier kann es dann passieren, dass im Laufe des Jahres in der einen oder anderen Ecke eher die Farbe „grün“ dominiert. Die Lösung hierfür ist, einjährige Pflanzen zwischen die Mehrjährigen zu setzen. Hummeln mögen beispielsweise Löwenmäulchen sehr gern. Aber auch Klassiker wie „Studentenblumen“ (Tagetes – siehe Beitragsbild) oder Männertreu bieten tolle Farbtupfer. Aber muss alles wirklich in den Gartenboden?

Natürlich nicht. Wer einen alten Baumstumpf in seinem Garten hat, kann einen größeren, mit einjährigen Pflanzen bestückten flachen Topf platzieren.

Pflanztopf auf einem alten Baumstumpf
Pflanztopf auf einem alten Baumstumpf. Zum Zeitpunkt der Aufnahme brauchte dieser dringend Wasser.

Ebenso kann man mit „Pflanzplattformen“ Höhen im Garten simulieren, ohne Erdreich bewegen zu müssen. Während es im unteren Bereich grünt, blühen oben die Einjährigen.

Mit Pflanzplattformen lässt sich ein mehrstufiges Blumenparadis gestalten
Mit Pflanzplattformen lässt sich ein mehrstufiges Blumenparadis gestalten

Steine, welche z. B. einen kleinen Versorgungsschacht abdecken, können ebenfalls mit kleinen Blumenkübeln versteckt werden. So weiß nur der Gartenbesitzer selbst, dass sich unterhalb der üppigen Blütenpracht etwas verbirgt, während der Besucher nur staunt.

Ein vom Stein abgedeckter Schacht verschwindet unter einem kleinen Blumentopf
Ein vom Stein abgedeckter Schacht verschwindet unter einem kleinen Blumentopf

Dann gibt es natürlich noch die klassischen „Lückenfüller“, die unschöne Ecken verbergen sollen. Manchmal ist dies durch vorhandene Höhenunterschiede gar nicht so einfach. So greift man auf altbewährte Lösungen zurück, wie das folgende Beispiel sehr schön zeigt:

Ein in den Boden eingelassenes Rohr, auf welchem ein Pflanztopf platziert wurde
In den Boden eingelassenes Rohr, auf welchem ein Pflanztopf platziert wurde

Wer es etwas dekorativer mag, kann auch die zu Jubiläen erhaltenen und bereits geleerten „Fresskörbe“ nutzen, um diese zu bepflanzen. Als Erhöhung dient hier ein „Pflanzstein“(?). Statt der sonst an dieser Stelle wild wachsenen Pfefferminze zieht nun ein Meer aus Blühten die Aufmerksamkeit auf sich:

Mit Blumen bepflanzter Bastkorb
Mit Blumen bepflanzter Bastkorb

Vergessen sollte man bei dieser Form der Gartengestaltung nicht, dass diese Pflanzform wesentlich arbeitsaufwändiger ist. Vor allem an heißen Sommertagen müssen die Töpfe fast täglich gewässert werden.

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